In Kooperation mit Alte Glaserei - Forum an der Nordbahntrasse
So unterschiedlich die Arbeiten von Andreu Ginestet und Frank N an der Oberfläche sind, beide behandeln und untersuchen in ihr das Paradoxon der Zeit, welches ihnen hilft Antworten zu finden, Wissen zu erlangen und zu sichern.
Die Zukunft gibt es nicht: der nächste Moment ist immer außer Reichweite (vergleichbar mit dem Horizont), ein Konzept, das nur in der Erwartung existiert. Sobald sie da ist, ist sie nicht mehr existent. Die Zukunft, egal wie nah sie scheint, existiert erst wenn sie zur Gegenwart wird - aber dann ist sie keine Zukunft mehr.
Diese Aussage weist auf die Idee hin, dass die Zukunft keine fixe, vorgegebene Realität ist, sondern ein unbeschriebenes Blatt, dass durch das Handeln und die Entscheidungen von Individuen und Gemeinschaften gestaltet wird. Wie die weiße Leinwand des Künstlers oder das weiße Blatt Papier des Schriftstellers.
Frank N und Andreu Ginestet
